Allgemein

Liebe Mitglieder, 

die aktuelle Corona-Krise mit ihrer enormen Dynamik hat am Montag, den 16. März 2020 die Bundesregierung und die Ministerpräsidenten der Bundesländer zu einer weitreichenden Vereinbarung zur einheitlichen Bekämpfung der Corona-Pandemie in Deutschland veranlasst. Diese Übereinkunft hat erhebliche restriktive Auswirkungen für alle Bereiche des öffentlichen und privaten Lebens. 

Die Reduzierung sozialer Kontakte auf ein absolutes Minimum ist demnach für die Eindämmung der Zahl an Neuinfektionen von zentraler Bedeutung. Bei all diesen Entscheidungen bzw. Einschränkungen steht die Gesundheit der Bevölkerung in ihrer Gesamtheit im Mittelpunkt. Daher unterstützen wir diese notwendigen Maßnahmen unein­geschränkt. 

Es ist ausdrücklich zu betonen, dass für uns die Gesundheit aller Mitglieder und Mitarbeiter im Vordergrund steht. Wir müssen aber auch berücksichtigen, dass die seitens der Bundesregierung und dem Robert-Koch-Institut definierte Hoch­risikogruppe für die Corona-Infek­tion, die Altersgruppe der Personen über 60 Jahre ist. Diese macht in unserem Club einen Anteil von knapp 50% der gesamten Mitgliedschaft aus! 

Den Spielbetrieb mussten wir aufgrund der Bund-/Länder-Vereinbarung ab dem 18. März 2020 bis auf weiteres ein­stellen. Diese Entscheidung ist bedauerlich, einschneidend aber zwingend notwendig. Die Einhaltung der Platz­sperren ist unbedingt einzuhalten und wird durch den Club mehrfach täglich kontrolliert. Für den Club ist es dabei zum einen wichtig die Anordnungen der Hessischen Landesregierung umzusetzen und zum anderen einen Image­schaden in der Öffentlichkeit zu vermeiden. 

Wir informieren zeitnah über die weitere Entwicklung und die Bespielbarkeit des Platzes auf unserer Homepage. 

Wir möchten aber schon heute über mögliche weitere Auswirkungen der aktuellen Situation informieren, obwohl wir diese heute noch nicht im Detail und abschließend bewerten können.

Im Mai 2020 steht die jährliche Mitgliederversammlung satzungsgemäß an. Die Vorbereitungen hierzu laufen auf Hochtouren. Sie werden die notwendigen Unterlagen (Einladung/Tagesordnung, Jahresbericht) fristgemäß erhal­ten. Allerdings wird die Einladung einen Hinweis auf die Unsicherheit im Hinblick auf die Durchführung am geplan­ten Termin beinhalten. Eines ist uns wichtig: die Gesundheit der Mitglieder geht vor! Die rechtlichen Möglich­keiten einer eventuellen Verschiebung und die Konsequenzen einer Verschiebung für die Handlungsfähigkeit des Clubs werden zurzeit rechtlich geprüft und bewertet. 

Im Jahresbericht ist die Budgetplanung 2020 auf Basis der Vor-Corona-Zeit enthalten. Uns ist bewusst, dass die Corona-Pandemie – in Abhängigkeit ihrer Dauer – erhebliche Risiken für die Clubfinanzen mit sich bringen kann. Aber andere seriöse Zahlen können aus heutiger Sicht nicht geliefert werden, da noch niemand die Dauer der Krise und deren vollständige Auswirkungen absehen kann. 

Für den Club werden aus der Unsicherheit bzw. der aktuellen Situation finanzielle Belastungen entstehen. Die Greenfee-Einnahmen und die Einnahmen aus Sponsorenturnieren hängen direkt von der Bespielbarkeit unserer Plätze ab. Natürlich haben wir auf der anderen Seite auch verringerte Aufwendungen, allerdings gleichen diese die wegbrechenden Einnahmen bei weitem nicht aus. 

Aus diesem Grund hat der Vorstand beschlossen kurzfristig alle vorhandenen Einsparmöglichkeiten detailliert zu betrachten und aktuell nicht benötigte Personalkapazitäten anzupassen. Das gilt sowohl für die Verwaltung wie auch das Greenkeeping. 

Wir prüfen hier alle Möglichkeiten unter dem Gesichtspunkt der Risikoabwägung und der bedarfsgerechten Personalkapazität im Verwaltungsbereich. Zu diesen Möglichkeiten gehören zunächst der Abbau von Überstunden oder Urlaubstagen, Zwangs­urlaub bis hin zur Kurzarbeit und natürlich auch die Variante Homeoffice zur Risikoverminderung. Die Frontoffice-Kapazität soll auf ein Minimum reduziert werden. Dies bedeutet auch Serviceeinschränkungen für die Mitglieder im Hinblick auf die Erreichbarkeit des Frontoffice und des Sekretariats. Wir bitten dies bei entsprechenden Telefonanrufen oder anderen Kontakten zu berücksichtigen.

Beim Greenkeeping geht es dabei um zwei Aspekte. Zum einen muss der laufende Arbeitsprozess so organisiert werden, dass ein Corona-Fall nicht die gesamte Greenkeeper-Mannschaft in häusliche Quarantäne steckt, son­dern nur einen Teil des Teams. Hier geht es also um die Risikominimierung. Zum anderen sind auch hier die Pfle­ge­maßnahmen auf ein vertretbares Minimum zurückzufahren. Das Problem ist: das Gras wächst weiter, unabhängig von Corona.

Generell ist der Club finanziell gut aufgestellt und verfügt mittelfristig über ausreichend Liquidität. Wir möchten aber schon heute ausgabenreduzierende Maßnahmen analysieren, bewerten und auch umsetzen, um diese schwierige Zeit finanziell möglichst unbeschadet zu überstehen und den vorhandenen Spielraum optimal zu nutzen. Dies ist umso wichtiger als es aktuell noch keinerlei Indikation über die Dauer des aktuellen Zustands gibt.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr 

Dr. Andreas Seum