Presse berichtet

Offenbach Post    23.7.2019

Abenteuer Bundesliga für Dreieicher Golfer beendet

Dreieich – Die Bundesliga-Männer des Golf-Club Neuhof in Dreieich können endgültig für die Zweitklassigkeit planen. Nach dem vierten Spieltag steht die Mannschaft als Schlusslicht und Absteiger fest. Das Saisonfinale am 3. August wird bedeutungslos. Die Frauen haben indes das erste Etappenziel erreicht, sind in der 2. Liga nicht mehr vom Spitzenplatz zu verdrängen und kämpfen am 18. August in der Relegation um einen Erstliga-Startplatz.

Angeführt von Profispielerin Laura Fünfstück holten sich die Dreieicherinnen in Riedstadt nach sechs Einzeln und drei Vierern den Tagessieg. Mit nun 19 Punkten liegen sie in der Tabelle klar auf Position eins vor dem Marienburger GC (13).

Fünfstück unterstrich bei ihrer Saisonpremiere eindrucksvoll, warum sie in zwei Wochen bei den British Open ihr Debüt bei einem Major Turnier gibt. Mit 66 Schlägen blieb sie sechs Schläge unter Par (72). Auch Anjana Cordes (70) trumpfte auf, Antje Heissel (73), Linn Weber (73), Marie-Theres Liehs (74) trugen ebenfalls zum deutlichen Vorsprung bei. Katharina Sulzmann lieferte das Streichergebnis (77). So war bereits vor den Vierern eine Vorentscheidung gefallen.

Die Enttäuschung bei den Neuhof-Männern hielt sich in Grenzen. Vor dem Spieltag beim GC Herzogenaurach, dem Hauptrivalen im Abstiegskampf, bestanden nur minimale Chance auf den Ligaerhalt. Dazu hätten die Dreieicher besser als eines der Spitzenteams aus Stuttgart, Mannheim und St. Leon-Rot abschneiden müssen.

Doch schon nach den Vierern geriet der Außenseiter deutlich ins Hintertreffen. Benedict Gebhardt / Yannic Völker (79), Jan-Phillip Heyen / Philipp-Noah Nazet (79), Joseph Hausberger / Ludwig Schäfer (83) sowie Kai Kröber / Paul Zwanzig (84) / Streichergebnis) lagen 32 Schläge hinter den zwischenzeitlich führenden Gastgebern, die am Ende Dritte wurden. St. Leon-Rot holte den Tagessieg vor Stuttgart – der Dreieicher Abstieg war vorzeitig besiegelt.

„Wir wussten, wie schwer es in der sehr starken Süd-Gruppe sein würde. Eine Chance hatten wir uns gegen Herzogenaurach ausgerechnet. Sie haben sich aber als stärker erwiesen“, räumte Kapitän Norman Schenk ein. „Unser Kader ist nicht gut genug, um in der 1. Liga zu bestehen. Ab sofort gilt es, mit der Personalplanung zu beginnen, um für das Jahr 2020 gerüstet zu sein.“  jp

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Frankfurter Allgemeine Zeitung    23.7.2019

Ernüchterung beim Frankfurter Golfclub

FRANKFURT. Dem anfänglichen Höhenflug folgte der kapitale Absturz des Frankfurter Golfclubs. In Reihen des Zweiten der deutschen Mannschafts-Meisterschaft herrscht Ernüchterung. Nach den beiden Auftakterfolgen in der Bundesliga-Nordgruppe beendeten die Hessen die Spieltage drei und vier jeweils auf dem letzten Platz. Am vergangenen Wochenende auf der Anlage des Golfclubs Hubbelrath erhielten sie durch Rang fünf wieder nur einen Punkt für das Gesamtklassement. Dort liegen die Frankfurter mit zwölf Zählern auf Rang vier. Vor dem Abstiegsplatz fünf haben sie vier Punkte Vorsprung. Von Platz eins, den der Golfclub Hösel belegt, trennen die Klubmannschaft von Trainer Jan Förster zwei Zähler. "Die Liga ist in dieser Saison verrückt", sagte Förster. "Jetzt gilt es, sich zu sammeln und zu reflektieren." Immerhin ist den Frankfurtern der Klassenverbleib so gut wie sicher. Neben den vier Punkten Rückstand hat der Fünfte Marienburger Golfclub auch 31 Schläge Rückstand auf die Hessen. Um diese noch zu überholen, müsste der Rangletzte nicht nur den fünften Spieltag gewinnen und Frankfurt abermals Letzter werden. Außerdem müssten die Scores der beiden Teams eine sehr große Differenz aufweisen. "Eine Kombination aus zu wenig guten, zu vielen schlechten Runden und zu vielen, diagonal verlaufenen Plazierungen bei den Spieltagen führt dazu, dass wir es sehr schwer haben werden, uns aus dieser Situation noch einmal zu befreien", sagte der Trainer des Erstliga-Aufsteigers, Peer Sengelhoff. Dessen Frankfurter Kollege Förster fasst die Probleme seiner Mannschaft an den beiden zurückliegenden Spieltagen so zusammen: "Wir hatten jeweils einen schwachen Start, haben dann in der Mitte der Runden gut gespielt und zum Ende hin aber jeweils einige Schläge liegen lassen." So spannend war es in der Nordgruppe noch nie. Vier Mannschaften können noch den Einzug in das Final-Four-Turnier schaffen, an dem auch die beiden Tabellenersten der Südgruppe teilnehmen. Der Golfclub Neuhof hingegen steht in der Südgruppe mit nur vier Punkten bereits als Absteiger fest. die.

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Samy Bahgat