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Laura Fünfstück startet bei den Scottish Open

An diesem Wochenende findet nach einer, durch die Corona-Pandemie bedingten, fast fünfmonatigen Pause, das nächste Turnier der Ladies European Tour (LET) statt: die Aberdeen Standard Investments Ladies Scottish Open. Zu den 144 Spielerinnen, die vom 13. bis 16. August auf dem par 71 Platz des Renaissance Club in North Berwick in der Nähe von Edinburgh um den Titel kämpfen, gehört auch Laura Fünfstück vom Golf-Club Neuhof. Vor dem Turnier äußerte sie sich zu ihren Vorbereitungen, wie sie die Golf-Pause überbrückt hat, zu ihren Zielen und den Bedingungen in Schottland.

Laura Funfstuck

Laura Fünfstück: „Meine Ziele, die ich mir Anfang des Jahres gesetzt hatte, waren sehr ambitioniert. Unter anderem wollte ich möglichst viele Events spielen, auch um mir eine Chance auf die Qualifikation für die Olympischen Spiele erhalten zu können. Durch Corona gab es aber garnicht die Möglichkeit, diese Ziele zu erreichen und ich musste umdenken. Ich habe in der Pause an vielen Dingen gearbeitet und das möchte ich in den restlichen Monaten der nur noch kurzen Saison festigen - um eine stabile Basis zu haben und damit in die neue Saison im kommenden Jahr zu starten. Auf der anderen Seite möchte ich natürlich auch noch in diesem Jahr so gut abschneiden wie möglich und um jeden einzelnen Schlag kämpfen. Es ist allerdings schwierig, meinen eigenen Leistungsstand und den der anderen Spielerinnen einzuschätzen. Beim Turnier in Schottland wird zu unterschiedlichen Zeiten gestartet, mal ganz früh, aber auch sehr spät. Entsprechend unterschiedlich können dann auch die Wetterverhältnisse sein. Deshalb versuche ich in einen Schritt-für-Schritt Modus zu kommen.“

An die Golf-freie Zeit während der Corona-Pause musste sich die 25-Jährige erst gewöhnen. So sagt sie, es sei neu und auch schön gewesen, mal über einen längeren Zeitraum zuhause zu sein, ein weitgehend ‚normales’ Leben zu führen, ohne das ständige Kommen und Gehen. Fünfstück weiter: „Als klar wurde, dass die Pause doch länger dauern würde, galt es, wieder einen neuen Fokus zu finden. Daher stand diese Zeit unter dem Motto, die Dinge so zu nehmen wie sie sind und das Beste daraus zu machen. Weil es ja keine Wettkampfsituation gab, musste ich mir andere Ziele setzen. So habe ich für mich Erfolg jetzt anders definiert: nämlich, dass es nicht immer rein um das Gewinnen geht. Erfolgreich kann man auch sein, wenn man Dinge, die man sich vornimmt, in hohem Maße tatsächlich umsetzt; beispielsweise, wenn ich mir vornehme, ohne Anspannung zu putten - schaffe ich das zu fast 100 Prozent, ist das für mich ein Erfolg, selbst wenn der Ball nicht ins Loch geht.“

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Samy Bahgat