Spielberichte DGL 2016

Spieltag 5 im Golfclub Neuhof am 31.07.2016

Wenn aus Hoffnung Gewissheit wird - oder - der Jäger hat gewonnen!

2 Tage vor dem entscheidenden letzten Spieltag gab es ein kurzes Interview mit der FNP. Vorschau auf den kaum an Spannung zu überbietenden letzten Spieltag in Neuhof. Die Essenz meiner Worte waren... "wir sind die Jäger, nicht die Gejagten, und das kann ein echter Vorteil sein - wir sind bereit". 

Die Freunde über das Endergebnis hat sich bereits einen Tag gesetzt, und ich kann voller Freude und Stolz berichten, dass der Jäger gewonnen hat! Schade um die "Karnickel" aus Dresden. Aber es konnte nur einen Sieger geben.

Trotzdem geht mein erster Glückwunsch eben an diese, vor der Saison noch völlig unbekannte Mannschaft, die uns alle ab dem ersten Spieltag richtig gefordert, aufgemischt, auf Trab gehalten und uns das Golferleben schwer gemacht hat. Dresden war Regionalliga-Aufsteiger, da wusste man nicht so genau, ob man einen Rohrkrepierer oder eine Wundertüte in der Gruppe hat. Wundertüte war dann der weitaus zutreffendere Begriff, das konnten wir bereits am ersten Spieltag feststellen. Aber auch Reichswald, Kiawah und Kassel haben tolles Golf gespielt, so dass der Saisonverlauf jederzeit spannend geblieben ist.

Zu den Fakten des Heimspielwochenendes:

Neuhof gewinnt den Heimspieltag souverän mit 25 Schlägen Vorsprung auf das Team aus Kiawah, der bisherige Tabellenführer Dresden muss auf unserem Platz Lehrgeld zahlen und wird mit 33 Schlägen Rückstand diesmal nur Vierter. Das Team Neuhof ist somit Tabellenerster und spielt am Samstag, 20.08.2016 das Aufstiegsfinale gegen den Tabellenersten der 2. Buliga Süd, den GC München/Nord-Eichenried. Ein Sieg bedeutet, nächstes Jahr wieder in der 1. Buliga zu spielen. 

Neben dem cool herausgespielten Heimsieg stellt Neuhof mit Paul Zwanzig auch den besten Einzelspieler des Tages mit einer sensationellen 3unter Par Runde, und in den klassischen Vierern gelingt Tom Barzen und Philipp Nazet (Hessen-Vierermeister 2015 und Vizemeister 2016) mit einer 3über Par Runde  ebenfalls die beste Runde des Tages. Kapitänsherz, was willst du mehr?

Saisonresümee:

Nach der eher durchwachsenen Saison 2015, die wir mit einem schmucklosen 3. Platz abgeschlossen haben, war die Zielsetzung 2016, frühzeitig den Klassenerhalt abzusichern und dann aus dieser Position heraus zu versuchen, das Aufstiegsfinale zu erreichen. Hierzu hatten wir eine einfache Strategie für die Taktik der 5 Spieltage definiert (Positionieren, Stabilisieren, Absichern, Nachstoßen, Finalisieren), die in bemerkenswerter Weise zum gewünschten Erfolg geführt hat. Jetzt heißt es, den letzten Schritt zu machen, um nächste Saison wieder in der Königsklasse der deutschen Golfliga anzukommen.

Last but not least dürfen wir uns bei einer Vielzahl von unmittel- und mittelbaren Unterstützern bedanken:

  • an erster Stelle bei den Mitgliedern des GC Neuhof, die uns Jahr für Jahr ihr Vertrauen schenken, damit wir den Sport in dieser Form ausüben können,
  • dem Förderverein Golf&Natur, der uns finanziell unterstützt und dem wir unser diesjähriges, äußerst wertvolles Trainingslager in Weimar zu verdanken haben,
  • unseren Sponsoren Nike und GvS für ihren Beitrag zu Ausrüstung und Finanzen,
  • dem Vorstand für seinen vorbehaltlosen Rückhalt und sein Commitment für den Leistungssport,
  • dem Clubsekretariat, -Restaurant und -Management für seinen operativen Support,
  • meinem Headpro Michael Mitteregger, der dieses Jahr unter anderem mit einem modifizierten Saisontrainingsplan und der Bereitstellung des Trackman 4 ein unverzichtbarer Bestandteil des Erfolges war,
  • meinem Co-Captain Linus Weber für seinen unermüdlichen Einsatz, insbesondere bei den Auswärtsspieltagen,
  • dem gesamten Team für ihren herausragenden Einsatz, egal ob als Spieler, Cadddie oder Helfer. #Neuhof best team ever!

Für alle von uns ist sind solche Erfolge die schönste Belohnung für den enormen Aufwand, ohne den ein dauerhafter Verbleib einer Mannschaft in der Golf-Bundesliga nicht möglich wäre - die Saison 2016 in der 2. Buliga/Mitte haben wir gewonnen, und das "Sahnehäubchen", der Aufstieg in die 1.Liga,  gibt es möglicherweise am 20.08.16. Chance 50:50.  

Wir sind bereit.

Ihr Team-Captain

Dr. Norman Schenk

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Spieltag 4 im Golfclub Kassel am 17.07.2016

Eine Hommage an Kassel und den Herkules

Lang ist es her, dass wir unter dem strengen Blick des Herkules andächtig unsere Hessenliga-Golfrunden absolviert haben. Hessenmeister 2010 sind wir geworden, nachdem wir die Trutzburg Kassel seinerzeit im Matchplay erobert und den Mythos des "kleinen gallischen Dorfes" samt Zaubertrank hinweggefegt haben. Und trotzdem ist es immer wieder auch eine angenehme Reise in die Vergangenheit mit liebevollen Erinnerungen, und Jan Koschella spielt immer noch bei den 1. Herren der Kasselaner; unser Respekt ist ihm sicher. Und der Herkules glotzt auch noch...

Der Spieltag, Doppelspieltag wie immer, das hat sich mittlerweile eingebürgert, Start 7:30, d.h. Wecker auf "Sound on" 5:55,das reicht gerade so. Keine Gewittergefahr, insofern 36 Loch durchziehen bis 19 Uhr. Kleine Mittagspause inklusive. 200 km Rückfahrt, die Route auch noch irgendwo abgespeichert, so um 22 Uhr wieder in Frankfurt. Cooler 18 Std.-Tag. Auch für den Headpro. 

Der Platz in Kassel ist tricky, da darf man keine Sensationen erwarten. Die Vorgabe war klar, auf jeden Fall vor dem GC Dresden zu bleiben, um die Chance auf einen Showdown im Heimspiel in Neuhof zum Abschluss der Saison aufrecht zu erhalten. Trotz des krankheitsbedingten Ausfalls von Tom Barzen, aufgrund dessen wir sowohl in den Einzeln als auch in den Vierern umstellen mussten, hat sich das Team hervorragend geschlagen. Mein Dank geht an Laurin Nix, der seinen ersten Einsatz sicher hinter sich gebracht hat und an Kevin Giulini, der nach einer längeren "Durststrecke" sowohl im Einzel wie im Doppel an der Seite von Philipp Nazet überzeugt hat.

Den ganzen Tag über hielt sich das Team Neuhof auf Platz 2 hinter dem GC Reichswald, die sowohl in den Einzeln als auch den Vierern richtig stark spielten. Es fehlten immer zwischen 4 und 10 Schlägen, wenn man das Live Scoring verfolgte. Die Dresdner schwankten zwischen Platz 3 und 4, so dass auch hier von "hinten" keine Gefahr drohte. Das Endergebnis war dann Reichswald auf Platz 1, gefolgt von Neuhof auf 2 und Dresden auf 3.  

Somit steht das folgende Setup für den letzen Spieltag der DGL in Neuhof wie folgt fest: Dresden ist in der Tabelle einen Punkt vor uns, allerdings sind beide Teams schlaggleich: das Team Neuhof muss am letzten Spieltag in Summe einen Schlag weniger benötigen als Dresden, um nach Punkten aufzuschließen und mit diesem einen Schlag Vorsprung ins Aufstiegsfinale zu kommen - vorausgesetzt Reichswald wird nicht Erster und Neuhof und Dresden Vierter und Fünfter. Die Wahrscheinlichkeit für das Letztgenannte darf sich jeder selbst ausrechnen. Das mit dem einen Schlag Vorsprung haben wir in Rheinhessen mit dem Aufstieg in die 1. Liga bereits einmal erfolgreich gemeistert.

Insofern könnte das Drehbuch kaum spannender sie - kommen sie "zuhauf", wir freuen uns auf ihre Unterstützung und werden alles geben - wir sind bereit! Begleiten sie uns auf unserem möglichen Weg Richtung 1. Bundesliga.....

Spieltag 3 im Golfclub Nürnberg am 12.06.2016

Operation "Punkteklau im Fränkischen"

"…..Die nächste Gelegenheit, diesen Rückstand zu verkürzen, bekommt Neuhof am 12. Juni in Nürnberg. „Nach unten ist genügend Abstand, nach oben noch alles möglich“, sagt Team-Kapitän Norman Schenk, der angesichts der gegenüber dem Vorjahr stark verbesserten Leistungen in den Vierern optimistisch bleibt." - Das waren seine letzten Worte nach dem 2. Spieltag….

Insofern, Treibjagd im Reichs"Wald" war angesagt, Doppelspieltag mit den Damen der 1. BuLiga Süd, Mammut-Aufgabe für den gastgebenden Golfclub, was Koordination und Ablauf angeht. Und angesichts der bestehenden Wetterlage kaum planbar.      

Somit waren die Voraussetzungen alles andere als gut für den "Punkteklau", denn die Tages-Wetterprognose ließ schon ahnen, dass es an diesem Doppelspieltag in Nürnberg schwer werden würde, alle Spiele durch zu bekommen. Und somit wären unsere starken Vierer zur erfolgreichen Punktejagd möglicherweise stumpfe Schwerter gewesen, gar vom Wettergott abhängig - und genauso kam es dann auch.

So konnten letztendlich nur die Einzel (und das auch nur unter erschwerten Bedingungen) gespielt werden, die Vierer wurden bereits kurz nach ihrem Beginn unter- und dann abgebrochen. Das team Neuhof erkämpfte sich auf dem schweren Platz in Reichswald dennoch einen hervorragenden 2. Platz, verfehlte den 1. nur um 2 Schläge ("und täglich grüßt das Murmeltier") und verkürzte den Rückstand auf Tabellenplatz 1 auf 2 Punkte, da das Team aus Dresden endlich einmal auch nur in "Normalform" spielte und Tagesdritter wurde.

Somit haben wir bei 2 verbleibenden Spieltagen, und der Letzte ist ja dann unser Heimspieltag, noch einmal 2 Gelegenheiten, Dresden hinter uns zu lassen, den 1. Tabellenplatz und somit den Einzug ins Aufstiegsfinale zu schaffen.Oder um es mit Michael Löffler zu halten: "Der Zweitliga-Titel ist für Neuhofs Golfer immer noch möglich." Neue Chance, Gas zu geben, ist am 17.07. im GC Kassel.

Spieltag 2 im Golfclub Kiawah am 29.05.2016

Das kleine Golfabitur

 736:738 = 99,72%

Was hat der Abitursmonat Mai mit dem Golfspiel zu tun? Zum Beispiel das allseits beliebte Mathe.Die oben ermittelte Prozentzahl gibt die Abweichung zweier Mannschaften an, nachdem diese von Morgens 07:30 bis Abends 18:30 36 Loch über den "Acker" gerannt sind. Stellen sie sich vor, nach 7 Einzeln und 3 Vierern fehlen 2 Schläge….also eine Planabweichung von 100%-99,72% = 0,0023%. Ziel erfüllt oder nicht? Zufrieden oder unzufrieden? Gut oder schlecht?

Fakt ist, dass das Team Neuhof in Kiawah gut, aber ein Quentchen glücklos mit 7 Schlägen Rückstand auf Platz 1 und 2 Schlägen Rückstand auf Platz 2 Dritter geworden ist. Zumindest mit dem Blick nach "unten" in der Tabelle ist besteht zunächst keine Sorge, Platz 2 nach 2 Spieltagen fühlt sich gut an, allerdings ist Dresden bereits 3 Punkte enteilt. Wie kam es dazu?

Hier lasse ich heute einmal der Presse den Vortritt und zitiere aus der FNP, wo Michael Löffler nach jedem Spieltag über unser "Fortkommen" berichtet.

"Großes Pech für die Dreieicher war sicher, dass Benedict Gebhardt derart erkältet war, dass er unmöglich 36 Löcher hätte gehen können. Daher wurde er lediglich am Nachmittag im Vierer eingesetzt. Dadurch fehlte im Einzel aber der Gegenpol zum überragenden Dresdner Spitzenspieler Paul Obermann, der wie schon beim Auftakt auf der heimischen Anlage das Par um fünf Schläge unterspielte. Und im Vierer mit Chris Podavka reichten Obermann gar 66 Schläge (-6). Ohne diese zwei herausragenden Resultate wären die Sachsen nur Mittelmaß gewesen.

Bester beim GC Neuhof war Ludwig Schäfer. Der Hessenmeister von 2015 spielte vier Birdies (ein Schlag unter Par, der errechneten Anzahl an Schlägen, die sehr gute Golfer mit Handicap 0 durchschnittlich benötigen, um den Ball vom Abschlag in das Loch zu spielen) und zwei Bogeys (ein Schlag über Par), was 70 Schläge (- 2) ergab. Eine Par-Runde absolvierte Paul Zwanzig, während Lukas Richter das vom Wasser umgebene gefürchtete Insel-Grün (Bahn 8) zum Verhängnis wurde – er spielte einen Doppelbogey – , so dass er das Par um einen Schlag verfehlte. Philipp-Noah Nazet (74/+ 2), Joseph Hausberger, der stark spielte, doch wegen gleich drei Doppelbogeys ebenso 76 Schläge benötigte, wie der unkonstant agierende Jan-Phillip Heyen, Tom Barzen (77) und Kevin Giulini (79/Streichresultat) komplettierten die Mannschaft in den Einzeln.

Die nächste Gelegenheit, diesen Rückstand zu verkürzen, bekommt Neuhof am 12. Juni in Nürnberg. „Nach unten ist genügend Abstand, nach oben noch alles möglich“, sagt Team-Kapitän Norman Schenk, der angesichts der gegenüber dem Vorjahr stark verbesserten Leistungen in den Vierern optimistisch bleibt."

Dem ist für heute nichts hinzuzufügen.

Spieltag 1 im Golfclub Dresden-Ullersdorf am 22.05.2016

Mission accomplished

Dresden – Traumstadt in Ostdeutschland. Aber der GC Dresden in der 2. BuLi, das bedeutet ein extra-aufwendiges Wochenende zum Start in die Saison 2016. 488 km Anfahrt einfach, das heißt, schon am Freitag anzureisen, um die samstägliche Proberunde auf einem völlig fremden Platz sinnvoll spielen zu können. Und am Sonntag Abend nach 36 Loch Golf 488km zurück, da fühlt sich jeder km 10-fach an. Also  „Strapaze“ pur für alle Beteiligten zum Auftakt.

Spannend die Frage, wie die Standortbestimmung ausfallen würde. Die Vorbereitung im Gegensatz zu 2015 nahezu perfekt, der Kader vollständig und gesund, somit die Ausgangslage geradezu „chillig“. Ausnahme: den Platz kennt von uns wirklich keiner, das kann von Vorteil, aber auch ein Nachteil sein. Möglicherweise Heimvorteil für Dresden? Was war somit zu erwarten? Die Vorgabe aufgrund der Ausgangssituation war, den 2. Platz zu erreichen, um sich bereits am ersten Spieltag in der oberen Tabellenhälfte zu etablieren.

Die Einzel liefen insgesamt sehr zufriedenstellend. Nur eine unterPar-Runde der Gastgeber zeigte, wie schwer sich der Platz auch aufgrund des starken Windes spielte. Mit 4 Schlägen Rückstand und Zwischenstand Platz 2 ging es in die Nachmittags-Vierer.

Hier gab sich das Team Neuhof keine Blöße, spielte im Gegensatz zum Vorjahr die Vierer seriös und solide und sicherte so den 2. Tabellenplatz mit einer tollen Mannschaftsleistung ab. 5 Schläge Rückstand auf den Gastgeber aus Dresden, der diesmal seinen Heimvorteil nutzen konnte, zeigt das Potential nach oben, 13 Schläge Vorsprung auf den Drittplatzierten aus Kiawah den Sicherheitsabstand nach unten.

Resümee:

Das Ziel, sich dieses Jahr schon am ersten Spieltag selbstbewusst zu präsentieren, ist erreicht. Eine gute Vorbereitung und die Anwesenheit aller Stammkaderspieler war eine solide Grundlage, um in Dresden einen guten Start hinzulegen. Darauf lässt sich aufbauen, und wir sind für den unmittelbar anstehenden 2. Spieltag in Kiawah gut aufgestellt und gerüstet für einen weiterhin erfolgreichen Saisonverlauf.